Die Altstadt von Ipoh, Malaysia

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Auf die Altstadt von Ipoh, Malaysia freuten wir uns fast mehr als auf Georgetown. Und das, obwohl Georgetown zur UNESCO gehört.

Die Altstadt von Ipoh, Malaysia
Die Altstadt von Ipoh, Malaysia

Wir hatten viel gehört. In Ipoh soll das Essen so gut sein. Dann soll es in der Altstadt von Ipoh so viele tolle Gassen mit hervorstechender Streetart geben. Tempel zum Besichtigen und auch ein paar Museen, für die Kulturliebhaber. Und obendrauf soll Ipoh generell echt cool sein.

So kam es, dass wir von Cameron Highlands aus den Bus Richtung Ipoh nahmen.  Voller Vorfreude und großen Erwartungen.

22 MYR pro Person kostete uns das Busticket von den Cameron Highlands nach Ipoh. Die Strecke, die normalerweise in zwei Stunden abgefahren wird, dauerte nur dieses Mal mehr als doppelt so lang, aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens durch die Ramadan Feiertage.

Wir kamen erst sehr spät in Ipoh an. Die Busstation lag etwas außerhalb, so dass es hier auch nochmal ca. eine halbe Stunde plus dauerte bis wir in unserer Unterkunft waren.

Es war schon dunkel und die Hoteltür abgeschlossen. Aber bald kam eine Security und er schien informiert, dass noch späte Gäste ankommen werden. Ein schneller Check-In und wir konnten unsere Golftaschen in den ersten Stock hochschleppen.

Essen haben wir zu dieser Zeit nicht mehr bekommen und ein Roti Boy, ein süßes Gebäck, das wir in Malaysia lieben gelernt haben, musste genug sein für diese Nacht.

Unsere Unterkunft in Ipoh

Über unsere erstklassige Unterkunft haben wir ja bereits in Form einer Hotelbewertung berichtet.

Wir fanden es wirklich super und haben von zwei Nächten auf drei verlängert.

Main Lobby, Ipoh Hotel
Main Lobby, Ipoh Hotel

Das Essen in Ipoh

Am ersten Morgen liefen wir los um etwas zu essen zu finden und stellten fest, dass es nicht ganz so einfach war. Nach einem 15-minütigen Fußmarsch landeten wir bei einem Inder und ließen es uns dort schmecken, während gegenüber die Waschtrommel rund lief um unsere Wäsche zu waschen.

In der Altstadt von Ipoh habe ich mein erstes Laksa gegessen. Und mein bestes Laksa überhaupt!

Where I had my first Laksa, Ipoh Oldtown
Mein erstes Laksa in der Altstadt von Ipoh, Malaysia
Where I had my first Laksa, Ipoh Oldtow
Mein erstes Laksa in der Altstadt von Ipoh, Malaysia

Laksa ist eine Art Suppe, die es in verschiedenen Varianten gibt. Einmal cremig in einer Currysauce, Laksa Lemak, und einmal süßsauer-scharf und klar, Assam Laksa genannt, was mein Favorit ist. Wer interessiert ist an den Zutaten und/oder es selber kochen möchte, für den habe ich diese super Seite zum Nachkochen gefunden.

Ich weiß nicht, ob es mir so unwahrscheinlich gut vorkam, weil ich wirklich sehr hungrig war oder ob das Laksa wirklich so überdurchschnittlich gut war. Wenn ihr in die Ecke kommt, und das hausgemachte Laksa in der Altstadt ausprobiert, sagt mir bitte Bescheid. Denn ich träume immer noch davon.

Leider gibt es kein Foto, da ich viel zu hungrig war und nicht an ein Foto gedacht habe.

Ansonsten haben wir in den zwei Tagen nichts gegessen, was besonders hervor zu heben wäre. Nicht, dass es nicht gut war. Aber wir hatten Schwierigkeiten in dem Moment, wo wir hungrig waren, was zu finden. Oft waren die Restaurants bereits geschlossen, obwohl es erst am frühen Abend war.

Boat Noodle House n Ipoh
Boat Noodle House in Ipoh

Streetart in Ipoh

Hier wurden wir definitiv nicht enttäuscht. Streetart gibt es gefühlt an jeder Ecke, und eins ist schöner als das andere.

Jetzt waren wir richtig gespannt auf Georgetown. Kann man die Murals in der Altstadt von Ipoh übertreffen?

Nostalgia with Trishaw - Streetart in der Altstadt von Ipoh, Malaysia
Nostalgia with Trishaw – Streetart in der Altstadt von Ipoh
Mural Art's Lane in Ipoh
Mural Art’s Lane in Ipoh
Amazing streetart in Ipoh
Amazing streetart in Ipoh
You will find murals everywhere in Ipoh
You will find murals everywhere in Ipoh
An old uncle drinking coffee
An old uncle drinking coffee

Kultur in Ipoh

Einen Tag fuhren wir mit einem Taxi zum Ling Sen Tong Tempel. Hier liegen ein paar Meter weiter auch die Tempel Nam Thean Tong und Sam Pho Tong. Man bekommt sozusagen drei in einem.

Während die Sonne gnadenlos runterknallte, haben wir zwei von drei Tempel besichtigt.

Ling Sen Tong Temple
Ling Sen Tong Temple

Unser Tip: vertraut nicht immer den Google Öffnungszeiten. Als wir dort waren, war der Sam Pho Tong Tempel, der uns am Meisten interessiert hatte, leider geschlossen. Auch die Einheimischen vor Ort konnten nicht mit Sicherheit bestimmen, wie lang welcher Tempel geöffnet hat. Also am Besten immer frühzeitig kommen, da ist die Chance vor verschlossenen Türen zu stehen am Geringsten.

First Temple Ling Sen Tong
First Temple Ling Sen Tong

Tambun Cave – der Weg zu den Felsmalereien in Ipoh

Definitiv unser Highlight in Ipoh! Das Hinkommen allein war für uns Weicheier schon mehr als ein Abenteuer.

Mit einem Taxi ließen wir uns zur Adresse bringen. Am Rand von Ipoh Stadt, sollten die Kalksteinfelsen mit den prähistorischen Malereien liegen.

Als wir ankamen, wurden wir von einer Gruppe Affen an einem Felsen begrüßt. Ein paar Einheimische beäugten uns, verwundert, was wir hier zu suchen haben. Mit Händen und Füßen erklärten wir, dass wir hier wären, um die Felsmalereien zu sehen. Ein freundliches Nicken und Deuten um den Felsen rum folgten. Das sollte unser Weg zu der Höhle sein.

Einen Weg sahen wir jedoch nicht. Und standen erstmal etwas unschlüssig herum. Hatten uns die Einheimischen verstanden? Wir gingen ein paar Schritte. Durch Gestrüpp, links Felsen, rechts Abgrund. Das war jetzt schon zu viel Abenteuer für mich. Aber James‘ Interesse an Geschichte trieb ihn voran und ich musste unweigerlich mit. Allein mit den Affen wollte ich ja schließlich auch nicht zurückbleiben.

On the search for rock painting
On the search for rock painting

Zu allem Überfluss musste ich auch noch vorangehen. Der Grund, so sah es James: meine Augen wären besser als seine. Also, falls eine Schlange da irgendwo auf dem Weg lauern sollte und so…

Super! Ich war so konzentriert darauf, nicht abzurutschen und alle versteckten Gefahren weit im Voraus zu sehen, dass ich leider keine Fotos gemacht habe.

Nach einer Weile kamen wir an einem kleinen Platz raus. Und da standen sie. PFERDE.

Wir waren endgültig verwirrt. Wo war denn jetzt die Höhle? Was machen Pferde hier? Und sollen wir weiterlaufen? Eines der Pferde versperrte uns den Weg, so dass wir Stadtkinder, wieder erstmal eine Weile warteten. Wir wollten das Pferd schließlich nicht verschrecken.

Nature in Ipoh
Nature in Ipoh

Die Felsmalereien

Letzen Endes setzten wir unsere kleine Wanderung fort und kamen irgendwann an ein richtig verwildertes Eckchen. Und da war es. Ein Schild! Mit dem Hinweis, dass es hier zu den Tambun Caves ging. Wir mussten steile, moosbewachsene Treppen erklimmen und wurden oben angekommen von gigantischen Felsen umrahmt. Was für ein Anblick! Meine Nerven beruhigten sich und ich sog dieses Bild in mich auf.

Stairways to the rock paintings
Stairways to the rock paintings

Wir mussten weiter hoch, denn die Malereien hatten wir immer noch nicht gefunden. Zumindest wussten wir nun aber, dass wir auf dem richtigen Weg waren.

Je weiter es ging, desto mulmiger wurde mir wieder. Was war das für ein Geräusch? Warum war hier keiner? Das ist doch schließlich ein toller Sightseeing Punkt. Oder??

Als wir dachten, es geht nicht mehr weiter, sahen wir es zu guter Letzt. Die Felsmalereien von Tambun! Alles war vergessen, die Geräusche von wilden Tieren nicht mehr hörbar und wir staunten über die roten Bilder am Felsen. Wer das wohl gemalt hatte? Was wohl dahintersteckte? Wir ließen unserer Fantasie freien Lauf und genossen die Natur um uns herum, das Gefühl am Puls der Geschichte zu sein und das alles nur für uns zu haben.

Finally the Rock paintings in Ipoh
Finally the Rock paintings in Ipoh

Ach ja…zurück nahmen wir einen anderen Weg. Und befanden uns inmitten eines Polo-Feldes. Das erklärt auch die Pferde, die unseren Weg am Anfang gekreuzt hatten. Wir können auch berichten, dass wir keine Schlangen auf unserem Weg gesichtet haben!

Rock painting
Rock painting
Happy husband at the rock paintings
Happy husband at the rock paintings

Weitere Sehenswürdigkeiten in Ipoh

Die Sehenswürdigkeiten, die wir uns aufgeschrieben hatten, dann aber aufgrund von Zeitmangel und fehlendem Auto nicht gemacht haben:

Geology Museum

Kek Lok Tong Tempel

Gunung Lang Recreational Park

Peerak Cave Tempel

Kellie’s Castle

Tempurung Cave

Lenggong Valley (UNESCO!)

Ubudiah Royal Mosque

Perak Royal Museum

Royal Perak Golf Club (der älteste Golf Club in Malaysia)

Beautiful walls in Ipoh's Oldtown
Beautiful walls in Ipoh’s Oldtown

Unsere Meinung:

Drei Nächte waren wir in Ipoh geblieben. Im Nachhinein sagen wir, dass wir gern noch mindestens ein, zwei Nächte länger geblieben wären. Der erste Abend war ja leider schon weggefallen durch die späte Anreise. Ipoh fanden wir richtig gut. Am Abend sind die Straßen in der Altstadt leerer geworden und wir konnten gemütlich durchtingeln. Die Abende waren lau und wir fühlten uns sehr gut aufgehoben.

Ipoh
Ipoh

Ipoh ist tatsächlich eine coole Stadt mit vielen bezaubernden alten Gebäuden und Kunstwerken.

Stunning buildings in Ipoh
Stunning buildings in Ipoh

Was uns besonders gut gefallen hat:

Neben der Altstadt, die wirklich wunderschön ist, mit all seiner fantastischen Architektur und großartigen Murals, definitiv unser Ausflug zu den Tambun Caves. Deshalb wissen wir, dass wir irgendwann wieder zurück sein werden um die restlichen Ausflugsziele, die wir nicht geschafft haben, in Angriff zu nehmen.

Streets in Ipoh
Streets in Ipoh
Photosafari in Ipoh
Photosafari in Ipoh

Was uns nicht gefallen hat:

Dass wir nur zwei Tage hatten und so nicht genug Zeit für die Altstadt von Ipoh, sowie die Umgebung in Ipoh hatten.

Third Concubine Stree
Altstadt von Ipoh, Malaysia
Third Concubine Street
Altstadt von Ipoh, Malaysia
A good time to visit the Mural Art's Lane is in the evening
Altstadt von Ipoh, Malaysia
A good time to visit the Mural Art’s Lane is in the evening
Altstadt von Ipoh, Malaysia

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