Erster Stop: Istanbul

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Der Beginn unserer Reise

Vor vielen Jahren waren wir bereits in Istanbul gewesen, aber für uns ist Istanbul eine der schönsten Städte der Welt und immer eine Reise wert.

Istanbul, die Lebendige. Istanbul, wo Tradition auf Moderne trifft. Eine Stadt, die voller Energie steckt und so viel Historie zu bieten hat.

Hier fängt sie an… unsere Reise.

Wir verbringen sechs Tage in Istanbul. Am Ende wird auch das wieder zu kurz sein.

Am ersten Tag kommen wir spät an und fahren mit der U-Bahn direkt vom Flughafen ins Zentrum. Wir hatten unser Hotel in Taksim gewählt, so dass wir in Yenikapi umsteigen und dann die U-Bahn nach Taksim nehmen mussten. Eine einfache Fahrt kostet 5 Türkische Lira, das sind gerade mal 0,83 Cents.

Ihr könnt sogar noch günstiger fahren, wenn ihr die Istanbul Card für 6 Lira kauft (EUR 01,00), aber die Schlange war uns zu lang, so dass wir uns die einfache Karte mit 5 Fahrten ohne Ermäßigung gegönnt haben.

Am nächsten Tag haben wir uns aber natürlich die Istanbul Card geholt und aufgeladen, damit wir keine Zeit an Automaten verschwenden und pro Fahrt noch ein bißchen was sparen.

In Taksim  angekommen stürzen wir uns gleich ins Getümmel in der Istiklal Strasse.

Die Straße ist sehr bekannt für seine rote nostalgische Straßenbahn, sowie die zahlreichen Restaurants, Bars und Shopping Möglichkeiten.

So enden auch wir, ohne es geplant zu haben auf einer Art selbst geführter Food Tour, die uns durch die Köstlichkeiten der Türkei führt.

Food Tour

Wir probieren, was uns in den Weg kommt… mit Reis gefüllte Muscheln-eine Spezialität, die ich als kleines Kind schon am Strand mit meinen Eltern gegessen habe. Von Straßenverkäufern, die mit einem Tablett die Strände und Straßen ablaufen.

Golden Midyeci Istanbul
Golden Midyeci Istanbul

Natürlich probieren wir auch was Süßes. Es würde an ein Wunder grenzen, wenn wir an den vielen Nachspeisen, die verführerisch in Schaufenstern angepriesen werden, vorbeikommen würden.

Auch wenn wir den Namen nicht wissen, wissen wir genug, dass es sich bei dem ausgestellten Turm um eine Art Baklava handelt. Baklava ist ein typisch türkisches Dessert. Es besteht aus Blätterteig, das in Zuckersirup eingetaucht wird und mit gehackten Walnüssen, Pistazien oder Mandeln gefüllt ist.

Baklava
Baklava in Istanbul

Wir schlagen uns weiter durch die kleinen Gassen, aus jedem Lokal dringt andere Musik, oftmals von Sängern oder kleinen Bands, die live spielen. Eine Stadt, die niemals schläft. Diesen Satz kann man ohne Bedenken auch für Istanbul nehmen.

Und dann stehen wir davor.. ein kleines Kebab Haus an der Ecke, geziert mit Bildern von Anthony Bourdain.

In seiner Serie „No Reservations“ empfiehlt er die Kebabs vom Imbiss Dürümzade.

Seiner Empfehlung folgend, beschließen wir hier ein Adana Kebab Dürüm zu essen und bereuen es nicht. Es ist köstlich.

in front of Dürümzade
Dürümzade

James und ich lieben Reisen, fremde Kulturen und Essen. So dass Anthony Bourdain’s Reisen und Zitate einen Platz in unseren Herzen haben.

Dies ist eines, seiner Zitate: “If you’re twenty-two, physically fit, hungry to learn and be better, I urge you to travel – as far and as widely as possible. Sleep on floors if you have to. Find out how other people live and eat and cook. Learn from them – wherever you go.” – Anthony Bourdain

Istanbul im Regen

Im November die Türkei zu bereisen ist bezüglich des Wetters natürlich etwas risikoreich. Wir haben Pech und es wird die nächsten Tage leider sehr heftig regnen.

Aber es hilft alles nichts, wir sind hier, und wir wollen soviel wie möglich sehen.

Bevor wir aber unsere Tour starten, müssen wir unbedingt Menemen essen gehen. Ein türkisches Frühstück bestehend aus Eiern, Tomaten und grünen Spitzpaprika. In einer Abzweigung der Istiklal Caddesi gibt es das beste Menemen. Wir haben hier vor acht Jahren bereits gegessen und es war so gut. Wir schlagen uns durch das tosende Wetter um im Familienbetrieb Lades, das seit 1978 in seinem kleinen Restaurant Menemen anbietet, uns satt zu frühstücken.

Unsere Wahl: das klassische Menemen getoppt mit Sucuk, eine türkische Knoblauchswurst. Noch ein paar Tassen türkisch Çay (Tee) dazu und die Sache ist perfekt. So lecker.

Probiert es ruhig aus, wenn ihr in Istanbul seid! Auch unter den Einheimischen ist das Restaurant Lades ein Begriff.

Gestärkt geht es los.

Bosphorus Bootstour

Wir beschließen von Karaköy aus eine Bosphorus Bootstour zu machen.   Auch von Eminönü aus werden diese Touren angeboten.

Die Ausflugsschiffe reihen sich aneinander und man hat die Qual der Wahl. Wir nicht. Es regnet sehr stark an und wir flüchten in das allererste Schiff.

Die Tour führt am Galataturm, Dolmabahce und Ciragan Palast vorbei. Ebenso an der Ortaköy Moschee, der Brücke, die Asien und Europa verbindet. Und am Leanderturm, auch Mädchenturm genannt.

Die Fahrt dauert insgesamt zwei Stunden, es ist wohlig warm während draussen das Wetter tobt. Wir genießen Istanbul vom Wasser aus.

Macht unbedingt eine dieser Bootstouren, wenn ihr in Istanbul seid. Auch wenn der Informationsgehalt nicht sehr ausschweifend ist, ist es eine schöne Abwechslung und mit 15 Lira (EUR 02,50) auch ein echtes Schnäppchen. Lernt Istanbul von einer anderen Perspektive kennen.

Erste Tage in Istanbul
Erste Tage in Istanbul
Bosphorus Tour

Kultur in Istanbul

Wir sind so verliebt in diese Stadt. All die geschichtlichtlichen Highlights, die wir eigentlich schon kennen. Aber nochmal sehen wollen.

So kommt es, dass wir wieder diesselben Sachen anpeilen. Statt im Cafè zu sitzen und Leute zu beobachten, zukünftige Reisen zu planen oder zu lesen, was sich gerade jetzt bei diesem Wetter anbieten würde, laufen wir zur Süleymaniye Mosche.

Die Moschee muss man sich verdienen, der Weg dorthin ist steil, aber machbar. Wir legen einen Stop im Museum für Rosenkränze ein. Der Eintritt ist frei und so kommen wir auch zu einer kleinen Verschnaufpause beim anstrengenden Aufstieg zur Moschee.

Wer nicht komplett laufen möchte, nimmt die Straßenbahn bis Beyazit und läuft dann den Rest.

Was man immer wieder anschauen kann

Rosarie Museum
Rosarie Museum

Die Süleymaniye Moschee ist wunderschön und ein UNESCO Weltkulturgut.

Absolut einen Besuch wert!

Sie ist eine der größeren Moscheen in Istanbul und wurde innerhalb kürzester Zeit im Jahr 1550 bis 1557 erbaut. Sultan Süleyman der 1. gab sie dem Architekten Sinan in Auftrag, der daraufhin etwas Wundervolles erschuf.

Wir versuchen immer zur Gebetszeit an Moscheen zu sein, weil das einfach ein Gänsehaut Gefühl ist.

Selbst, wenn man als Tourist nicht zur Gebetszeit innerhalb der Moschee sein darf, ist das imposante Äußere mit den Klängen des Gebets schon sehr beeindruckend. Auch gibt es einem Zeit, sich die äußeren Details der Moschee genauer anzuschauen.

Von Außen bietet die Süleymaniye Moschee einen atemberaubenden Blick auf Istanbul. Die erhöhte Lage ist einfach hervorragend.

Natürlich darf man sich außerhalb der Gebetszeit auch als Tourist die Moschee von innen anschauen. Selbst, wenn es nicht eure Religion ist, so bedeutet sie für andere viel und sollte entsprechend respektiert werden.

 Nehmt ein Kopftuch (Frauen) mit und tragt lange Hosen und Shirts, so dass Knie und Schultern bedeckt sind (Frauen und Männer).

Tip: Falls ihr spontan eine Moschee besucht und nicht passend angezogen seid, könnt ihr euch am Eingang kostenfrei Kopftücher und Kaftans ausleihen.

Am Eingang werden auch Plastiktüten für die Schuhe verteilt…unserer Meinung nach total unnötig und dient lediglich zum vermehrten Plastikmüll. Jeder kann seine Schuhe in die Hand nehmen und im Inneren der Moschee in die dafür vorhandenen Regale stellen.

Da auf dem Teppich gebetet wird und die Stirn den Boden berührt, ist es nicht gestattet mit Schuhen in eine Moschee zu gehen.

Im Inneren lassen wir die roten Verzierungen und große Lichtkuppel auf uns wirken.

Hier könnten wir Stunden verbringen, Sülemaniye ist eine der schönsten Moscheen für uns.

inside Sülemaniye
In der Sülemaniye Moschee

Eminönü

Den Abend lassen wir gemütlich in Eminönü ausklingen und beobachten das rege Treiben.

In Eminönü gibt es viele Fischrestaurants und auch ein großes Boot, aus dem direkt Fischbrötchen verkauft werden (Balik Ekmek).

Ich muss zugeben, dass ich noch nie eines probiert habe. Aber falls einer von euch bereits in den Genuß kam, schreibt uns gerne 🙂

Unter der Bosphorus Brücke sind mehrere Fischrestaurants aneinandergereiht, dort sitzend kann man die Angelschnure von den Fischern auf der Brücke sehen. Die Fische landen dann teilweise direkt im Verkauf. Frischer geht es nicht.

fischer Eminönü
Fischer am Eminönü

Chora Kirche

Trotz fortwährenden Regens beschliessen wir am dritten Tag zur Chora Kirche zu fahren.

James hatte von dieser ehemals byzantinischen Kirche in einem seiner Geschichtsbücher gelesen.

Wiedererrichtet wurde die Chora Kirche von Justinian in den Jahren 527-75, so wie sie jetzt zu sehen ist aus dem 11. Jahrhundert. Das genaue Datum der Ersterrichtung ist nicht bekannt.

Die Chora Kirche befindet sich etwas außerhalb, so dass man ein Stück weit fahren muss (Chora kommt aus dem antiken Griechisch und bedeutet “außerhalb der Stadt). So verlassen wir die große Stadt und fahren mit der Metro von unserer Station Tophane bis Yenikapi und steigen dort von der M2 in die M1 bis nach Topkapi-Ulubatli um.

An der richtigen Station angekommen, verlaufen wir uns erstmal und landen in schmalen Gassen eines kleinen Dorfes. Es ist so schön, wenn man Zeit hat und sich unbeabsichtigt andere Sachen anschauen kann.

Wir kaufen in einem kleinen Tante Emma Laden ein, begegnen neugierigen Blicken und sehen wie ruhig es in anderen Teilen Istanbuls sein kann. Schließlich kommen wir an der Kirche an.

Leider haben wir uns im Vorfeld nicht erkundigt und finden die Kirche eingehüllt und in Restaurationsarbeiten vor. Wir kaufen dennoch ein Ticket und sehen auch im inneren Bereich nur einen kleinen Bruchteil des Museums. Obwohl die wenigen Fresken und Mosaiken sehr beeindruckend sind, sind wir ein wenig enttäuscht, da trotz gesperrter Kirche und wenig zu sehen ist, der komplette Eintritt verlangt wird (45 Lira=EUR 7,58).

Wir müssen wieder kommen, wenn die Arbeiten fertig sind,um die prächtigsten byzantinischen Kirchenmosaiken Istanbul’s zu studieren.

Mosaiken Chora Church
MMosaiken Chora Church

Museumskarte

Wenn ihr interessiert seid an Museen und Bauten, holt euch die Museumskarte. Man kann zwischen fünf  und fünfzehn Tagen wählen.

Der 5-Tages-Pass kostet 185 Lira (EUR 31,16/USD 35,17) und lohnt sich allemal, wenn man alle wichtigen historischen Schätze sehen will.

Wer länger Zeit hat, holt sich den 15 Tagespass für 315 Lira (EUR 53,05/ USD 59,88).

Bei den freien Eintritten mit der Museumskarte ist jeweils die fast lane auch enthalten. Das lohnt sich auf jeden Fall, Istanbul ist immer gut besucht und die Schlangen entsprechend lang.

Unser Beispiel:

Chora Kirche 45 Lira

Topkapi Sarayi Eintritt 45 Lira

Hagia Sophia Eintritt 60 Lira

Archäologisches Museum 20 Lira

Für fast lane kommt nochmal jeweils 30 Lira hinzu.

Auch, wenn wir aufgrund von Zeitmangel, die Karte nicht vollends ausgenutzt haben, haben wir immer noch viel an Zeit und Geld gespart.

Wer mehr über die Museumskarte lesen möchte, kann sich gern hier informieren.

müze card

Cisterna Basilica

Nach der Chora Kirche geht es wieder zurück. Wir waren vor Jahren in der Cisterna Basilica (Yere Batan) gewesen und liebten es. Weil der Regen immer schlimmer wurde und wir die Museumskarte nun hatten, dachten wir, wir sollten es uns noch einmal anschauen.

Südwestlich von der Hagia Sophia, im Stadtteil Sultanahmet gelegen, ist die Cisterna Basilica einfach zu erreichen und nah zu den anderen Attraktionen.

Die Basilica Cisterna wurde im 6. Jahrhundert erbaut und umfasst 9800 qm. Platz für 100.000 Tonnen Wasser.

Die Zisterne besteht aus 12 Reihen mit jeweils 28 Säulen. Mit dem gedämpften Licht und der Stille wirkt es fast mystisch.

Basilica Cisterna

Es gibt zwei Highlights in der Zisterne:  einmal die „Weinende Säule“, die so genannt wird, weil sie im Gegensatz zu den anderen Säulen nass ist.

weinende Säule

Zum Anderen die zwei Medusa Köpfe. Als Stütze für die Säulen importiert, ranken mehrere Legenden um die Köpfe.

Einer Legende nach dienten die Köpfe zum Schutz. Der griechischen Mythologie entsprungen, ist Medusa eine der drei Gorgonen-Gestalten. Sie hat Schlangen als Haare, und lässt jeden, der sie anschaut, zu Stein erstarren.

Ach ja… die Museumskarte gilt nicht für die Zisterne und wir mussten extra zahlen. 20 Lira (3,37 EUR/USD 3,82).

Nachdem wir zur Genüge die Zisterne bewundert hatten, liefen wir zum nah gelegenen Grand Bazar.

Es war erstaunlich leer und weil wir auch nichts kaufen wollten, und es immer schlimmer regnete, gingen wir essen und zurück in unser Hostel um ausgeruht für den nächsten Tag zu sein.

Noch mehr Kultur…

Wir kriegen nicht genug!

inside Hagia Sophia

Fast vorbei

Unser vorvorletzter Tag! Die Zeit vergeht viel zu schnell.

Heute wollen wir zur Hagia Sophia, der Blauen Moschee, der Şerefiye Zisterne und nach Ortaköy. Unserer Meinung nach alles wunderschöne und sehenswerte Bauwerke und Orte.

Wie immer nehmen wir uns nicht zu viel vor, damit wir alles  auch in Ruhe bewundern können. Unser Luxus des Reisens.

Die Hagia Sophia dürfte so gut wie jedem als ein „Must See“ bekannt sein. Und das bestätigen wir auf jeden Fall. Wenn ihr in Istanbul seid, führt wirklich kein Weg an der Hagia Sophia vorbei.

Das erste Mal wurde die Hagia Sophia im Jahr 360 erbaut und diente als Kirche. Damals wurde sie „Megale Ekklesia“ gennant (Große Kirche). Nach insgesamt zwei Bränden, verursacht durch Aufstände, wurde sie unter Befehl Justinians im Jahr 532 in nur fünf Jahren wiedererbaut. Justinian ordnete an, die Hagia Sophia nur mit den besten Materialien zu bauen, so dass sie größer und großartiger werden sollte.

Die feinsten Materialen wurden hierbei aus der ganzen Türkei, aber auch aus Nordafrika und Syrien herbeigeschafft. Sogar Säulen vom Artemis Tempel (heute UNESCO ) wurden zur Errichtung der Kirche hergenommen.

Die Hagia Sophia war 916 Jahre lang eine Kirche bis Fatih Sultan Mehmed anordnete sie in eine Moschee umzufunktionieren. Sie diente 482 Jahre lang als Moschee. 1935 wurde Hagia Sophia auf Anordnung Atatürk’s und des Ministerrates in ein Museum umgewandelt.

Die ganzen architektonischen Merkmale hier aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Aber es ist unglaublich, in welcher Größe und Herrlichkeit damals gebaut wurde. Alles scheint perfekt und für die Ewigkeit errichtet. Wir machen tausend Fotos und würden am Liebsten gar nicht mehr rausgehen.

Şerefiye Zisterne

Bevor es an der Reihe für die Blauen Moschee sprich Sultan Ahmet Camii, ist, gehen wir zu einer weiteren Zisterne.

Şerefiye Zisterne wurde erst relativ neu entdeckt und als Museum eröffnet. Der Eintritt ist frei, es werden regelmäßig Kunstwerke ausgestellt und die Stimmung in der Zisterne selbst ist der Hammer. UND… es sind dennoch kaum Touristen da! Acht Jahre hat die Restauration insgesamt gedauert und das Ergebnis kann sich zeigen lassen.

Die Zisterne wurde wahrscheinlich während der Herrschaft von Theodosius zwischen 428-443 erbaut und ist auch als Theodosius Zisterne bekannt.

Sie ist kleiner als die Basilica Zisterne, aber hundert Jahre älter. Zusammen mit der Philoxenius Zisterne, die wir uns für unsere nächste Istanbul Reise aufheben, bilden die drei Untergrund Reservoirs ein 250 km langes System, das die Stadt mit frischem Wasser versorgt hatte.

Serefiye Cistern

Die Blaue Moschee

Sie prägt nicht nur Istanbul’s Skyline, sondern ist auch ein Hauptwerk der osmanischen Architektur.

Der Architekt Sinan, der bereits die Süleymaniye Moschee (sowie die großartige Selimiye Moschee in Edirne… absolut SEHENSWERT! Schau es dir auf jeden Fall an, wenn du kannst) entworfen hat, hat auch hier ein Meisterwerk erschaffen.

Wir stehen andächtig vor dem Prachtbau und lauschen dem Gebet, das über die Lautsprecher der Minarette erklingt.

Was die Blaue Moschee von den Anderen unterscheidet, sind –außer ihrer Großartigkeit- die sechs Minarette. Normalerweise findet man vier Minarette vor. Einer Legende nach, heißt es, dass Sultan Ahmet 1. die Minarette aus Gold wollte. Der Architekt ließ aber statt vier goldene Minarette, sechs Unvergoldete erbauen. Bis heute ist unklar, ob er die gleichklingenden Wörter „altin“ für Gold und „alti“ für die Zahl „sechs“ bewußt ausgenutzt hat, weil er der Meinung war, Gold wäre zu teuer gekommen.

Erst nach dem Gebet dürfen wir als Touristen in die Moschee. Ich binde mir mein Kopftuch, das ich immer dabei habe um, und freue mich, wieder ein Stück Geschichte erleben zu dürfen.

Für das Interior der Blauen Moschee wurde meterweiße kostbare Seidenteppiche, Öllämpchen aus dem Ausland und Tausende von blauen Iznik Fliesen verwendet. Die blauen Fliesen sind der Grund, weshalb die Sultan Ahmet Moschee auch Blaue Moschee genannt wird.

Innehalten

Wir setzen uns auf den roten Gebetsteppich und beobachten das Treiben. An der Seite liegen kostenfreie Broschüren über den Islam in sämtlichen Sprachen aus.

 An den Wänden Gebete aus dem Koran und Worte des Propheten Mohammed.

Wir sind immer wieder erstaunt, was Menschen schon vor so vielen Jahren erschaffen haben.

Blue Mosque
Die Blaue Moschee

Ortaköy

Nach so viel Kultur brauchen wir erstmal ein deftiges (spätes) Mittagessen und beschließen Richtung Ortaköy zu fahren.

Als wir im September in Paris zum Ryder Cup waren, waren wir einen Abend Burger essen. Am Nebentisch saßen drei junge Türken, mit denen wir ins Gespräch kamen. Sie empfahlen uns Biber Burger. Dort gäbe es den besten Burger in Istanbul.

So kam es, dass wir dort landeten und einen hervorragenden Burger aßen. Gestärkt machten wir einen kleinen Spaziergang entlang des Bosphorus , wo es zum Abschluss in einem Cafe direkt am Meer noch Kaffee und Kuchen gab.

Red Velvet Kuchen

Den Abend beenden wir gemütlich in Ortaköy. Ortaköy ist berühmt für sein Kumpir, das wir ursprünglich haben wollten. Kumpir ist eine Ofenkartoffel, die man mit verschiedenen Zutaten nach Wunsch befüllen lassen kann. Es reihen sich mehrere Kumpir Stände aneinander und die Verkäufer wittern einen Kunden als sie James sehen. Jeder winkt und ruft und will, dass James bei ihm einkauft. Leider müssen wir alle entäuschen. Wir sind einfach zu satt nach dem Burger und Kuchen.

Ortaköy ist so liebenswert. Es gibt einen großen gepflasterten Platz, an den man oft Künstler und Straßenmusikanten antrifft. Der Weg führt zur Ortaköy Camii, die nachts wunderschön beleuchtet ist. Von hier hat man einen gigantischen Blick auf die Bosphorus-Brücke.  Hier kann man im Sommer Stunden verweilen, doch heute fängt es leider zu regnen an und wir machen uns auf den Rückweg nach einem super Tag.

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Ortaköy
Ortaköy
Ein Abend in Ortaköy
Kumpir

Ein Abend bei Freunden

Von Paris nach Istanbul

Unser heutiger Tag ist ein ganz Besonderer! Heute haben wir gleich zwei Einladungen, auf die wir uns schon sehr lange freuen.

Zum Einen geht es in den Istanbul Golf Club, wo wir von Bekir Şerbetçioğlu , dem Club Secretary General, herzlichst empfangen werden. Wir erfahren alles über den Club, die Mitgliedschaft, chippen und putten ein bißchen und werden zu einem großartigen Mittagessen eingeladen. Wer Interesse hat, kann sehr gerne den Blogeintrag von James über den historischen Golf Club lesen.

Zum Anderen sind wir von dem türkischen Pärchen, das wir in Paris kennengelernt hatten, eingeladen.

Ataşehir Golf Club

Bevor es zum Abendessen zu Ayça und Efe geht, fahren wir mit Bekir noch in den Ataşehir Golf Club. Wie es der glückliche Zufall will, leben Ayça und Efe genau gegenüber des Golf Clubs. Wahnsinn…in einer so großen Millionenstadt!

Leider ist Oytun, der dritte im Bunde aus Paris, nicht in der Stadt, so dass wir ihn leider nicht wiedersehen. Aber Ayça und Efe erwarten uns schon und die Freude ist groß als wir uns wiedersehen.  Wir bekommen türkische Gastfreundschaft vom Feinsten präsentiert. Die Beiden haben mehrere Vorspeisen, Mezze genannt, für uns gekocht und vorbereitet, und wir werden von vorn bis hinten verwöhnt. Alles ist so lecker und es fühlt sich an, als würden wir uns schon ewig kennen. Ein lustiger und geselliger Abend, den wir gern mit ihnen irgendwo auf der Welt wiederholen möchten. Wir reden über’s Reisen und bekommen noch mehr Istanbul Restaurant-Tips.  Zu später Stund als es Zeit ist Abschied zu nehmen, werden wir sogar noch bis zur Fähre gefahren, damit wir sicher und komfortabel zurück ins Hostel kommen. Als wären wir nicht genug verwöhnt worden.

Danke Ayça und Efe für diesen unvergeßlichen Abend!

Ayca and Efe
evening at friends
So ein schön angerichteter Tisch
Türkischer Mokka
Bei Freunden in Istanbul

Istanbul

Wir kommen wieder

Letzter Tag… bevor es heißt “Tschüß Istanbul-Hallo Akbük”.

Wir haben noch ein paar wenige Stunden und nützen dies (es regnet schon wieder bzw. immernoch), indem wir ins Archäologische Museum gehen.

Archäologisches Museum in Istanbul

Fazit:

Durch das schlechte Wetter konnten wir nicht alles so machen und genießen, wie wenn es trocken gewesen wäre, aber wir fanden die Zeit in Istanbul wieder absolut lohnenswert.

Die Mischung aus klassischen Traditionen mit modernem Leben, die kulturellen und historischen Stätten, das köstliche Essen! Das alles macht Istanbul einzigartig und ist in unseren Augen immer eine Reise wert.

Jedes Mal erleben und lernen wir etwas Neues. Jedes Mal werden wir mit offenen Armen begrüßt.

Istanbul! Wir kommen wieder!

Goodbye
Goodbye Istanbul

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