Kangaroo Island, ein absolutes Muss

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Wenn du die Fleurieu Peninsula in Süd Australien bereist, ist Kangaroo Island ein absolutes Muss! Wir hatten KI, wie Kangaroo Island kurz genannt wird, extrem hoch auf unserer Bucket List und konnten es kaum erwarten dorthin zu kommen. Wir hatten Bilder von schimmernden Buchten gesehen. Und gehört, dass die Insel voller Koalas und Kängurus sei! Wir wollten das alles selbst erleben und das Inselleben in vollen Zügen genießen.

Wir müssen anmerken, dass KI so hoch auf unserer Bucket List stand, dass wir es als unser erstes Ziel geplant hatten als wir im Dezember 2019 in Australien landeten. Durch die schlimmen Buschbrände war es jedoch leider nicht möglich nach Kangaroo Island zu reisen. Die Insel war komplett zerstört, und wir mussten unsere Pläne ändern. Erst zwei Jahre später sollten wir dann endlich KI bereisen können!

Aber Kangaroo Island war die Warterei absolut und definitv mehr als wert!

Kangaroo Island
Kangaroo Island

Wir gehen Übersee nach Kangaroo Island

KI ist nur einen Katzensprung vom Festland entfernt und man kann seinen Campervan auf der Fähre mitnehmen. Wir buchten unsere Tickets des einzigen Anbieters SeaLink und konnten die kommenden Nächte kaum schlafen – so sehr freuten wir uns auf das Naturparadies.

Tip: die Fähre legt in Cape Jervis auf dem Festland ab. Nur 20 km entfernt ist der Rapid Bay Campingplatz. Gönne dir mindestens eine Nacht in dieser wunderschönen Bucht bevor du weiter nach KI reist. Es gibt Plätze mit direktem Meerblick und das Meer ist perfekt zum Schwimmen. Auch wenn es keine Duschen, Campingküche oder sonstige Annehmlichkeiten gibt-die Lage und die Ausblicke machen die $25, die man investiert auf jeden Fall wett.

Rapid Bay
Rapid Bay

Die Fährfahrt selbst dauert kurze 40 Minuten. Der Ort Penneshaw, wo die Fähre anlegt, empfängt uns mit einer schneeweißen Sandbucht und einem atemberaubenden türkis-blauen Meer. Hand hoch, wer bei so einem Ausblick ein Lächeln auf die Lippen bekommt!

Penneshaw Arriving on Ferry
Penneshaw

Wir hatten gelesen, dass Kangaroo Island so groß wie Bali ist, und wollten unsere Tour sofort starten, damit wir alles, was wir sehen wollten, auch wirklich sehen. Vielleicht hätten wir doch länger als eine Woche buchen sollen?! Aber wir wollten ja auch Zeit für die Yorke und Eyre Peninsula haben. KI ist in sieben Regionen unterteilt.  Wir wussten, die Zeit würde knapp werden, aber wir hofften, alles zu sehen.

In Penneshaw holten wir uns schnell eine Broschüre vom Informationscenter und kauften Wasser im Supermarkt. Die $22,50 Campingplätze auf KI haben tatsächlich kein Trinkwasser, da es meist nur Stellplätze ohne jegliche Einrichtungen sind.

Von Penneshaw aus fuhren wir über Pelican Lagoon. Unser erstes Ziel war Clifford’s Honey Farm, wo wir ein Honigeis essen wollten.

Eine schnelle Routenänderung

Schon nach wenigen Kilometern Fahrt eröffnete sich uns atemberaubende Blicke auf das türkisschimmernde Meer und unsere ursprüngliche Route war vergessen. Wir googelten, wo man am schnellsten ans Meer gelangen konnte und bogen in die Island Beach Road ab. Die Straße zerrüttelte uns und alles, was wir im Campervan hatten – so schlecht war sie.

Corrugated Streets on KI
Corrugated Streets on KI

Aber das durchgeschüttelt werden wurde stark belohnt. Wir parkten in der ersten Mini-Bucht, die wir in der Island Beach Road sahen und kamen an einem Puderzuckerstrand an. Vor uns leuchtete kristallklares Wasser in jeglichen vorstellbaren türkis-blauen Tönen. Hier ließen wir uns nieder und kurze Zeit später gesellte sich sogar ein Pelikan zu uns. Wir hatten ein noch breiteres Grinsen im Gesicht als zuvor. Was für ein Leben!

Island Beach Road
Island Beach Road
Pelican Visit at Island Beach
Pelican at Island Beach

Happy

Nach einem hervorragen Start auf der Insel mit Schwimmen im erfrischenden Wasser, einem Mittagessen mit dem besten Blick, den man sich vorstellen kann und der Gesellschaft von einem Pelikan, brachen wir letztendlich zu unserem eigentlichen Ziel auf: der Clifford Honey Farm. Wir müssen gestehen, dass die Honey Farm eher eine schlechte Entscheidung war. Die Straßen wurden immer schlechter. Unser Campervan Putu war voller Staub und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis wir endlich ankamen. Und all das für ein Eis! Wir haben keinen Honig gekauft, das Eis war eine Miniportion und geschmacklich leider nur ok. Vielleicht lohnt es sich, wenn man Honig kauft und auch das Bier von der Drone Brewery verköstigt.

Tip: Es gibt nur eine Hauptstraße. Diese führt von Penneshaw nach Kingscote. Und eine „Zweitstraße“, die von Kingscote einmal über Parndana und einmal über Vivonne zum Flinders Chase Nationalpark führt. Diese zwei Straßen sind gut und befestigt. Ansonsten sind die Straßenverhältnisse eher naja und zudem auch noch sehr staubig.

Ein Strand mit Robben

Aber unsere Laune hielt sich in Topform, denn wir hatten ja bereits den ersten super Strand genießen dürfen und waren nun auf dem Weg zu Bales Beach im raffen Süden der Insel. Wir hatten gehört, dass man am Bales Beach Robben sehen kann.

Tip: Wenn du im Familienurlaub bist und einen Strandurlaub bevorzugst, bleib auf der Nordseite der Insel. Der Süden ist wunderschön, aber extrem wild und nicht zum Baden geeignet.

Bevor man zu Bales Beach kommt, kommt man am Seal Bay Conservation Park vorbei. Hier gibt es geführte Touren und man kann die Robben hautnah erleben. Allerdings ist das Tor bereits geschlossen (letzter Einlass 16.00 Uhr). So beschließen wir um die Ecke zu schauen.

Über eine Sanddüne geht es zum Bales Beach und ein unendlicher heller Strand eröffnet sich uns.

Bales Beach
Bales Beach
Amazing Bales Beach
Amazing Bales Beach

Rechterhand liegen dunkel hochragende Klippen. Wir laufen darauf zu und sehen etwas im Sand in der Ferne. Eine Robbe! Allerdings bewegt sie sich nicht. Wir wollen nicht zu nah ran, aber wir wissen, dass sie leider nicht mehr lebt. Das tut unserer guten Laune dann doch einen Hieb und wir ziehen weiter.

Langsam wird es Zeit einen Platz für die Nacht zu finden. Wir entschließen uns für Vivonne Bay, das auf unserer weiteren Route liegt.

Vivonne Bay Campground
Vivonne Bay Campground

Um unsere Laune wieder aufzubessern, wird uns auf dem Weg dorthin ein süßer Koala geschickt, der am Straßenrand in einem Eukalyptusbaum thront. Was für ein niedlicher Anblick!

Koala sighting on our first day
Koala sighting on our first day

Ein perfekter Tag geht zu Ende

So geht unser erster perfekter Tag auf Kangaroo Island zu Ende. Wir hatten die schönsten Meeresfarben, die man sich wünschen kann, gesehen. Wir begegneten einem Pelikan und einem süßen Koala. Und zusammen mit der unglaublichen Schönheit der Natur wurde uns bestätigt, dass KI definitiv ein Ziel ist, dass man nicht auslassen darf, wenn man in Australien ist!

Beautiful KI
Beautiful KI

Unser zweiter Tag auf Kangaroo Island

Nach einer ruhigen Nacht in Vivonne Bay ($22,50 pro Nacht, Duschen $2 für drei Minuten) fahren wir zum Vivonne Bay Jetty und es gibt leckeren Kaffee und Müsli in unserem Campervan am dortigen Lookout. Die unbefestigte Straße zum Jetty selbst ist sehr steil, so dass wir uns mit dem hervorragenden Ausblick, den wir vom Lookout aus haben, begnügen. Leider haben wir darüber ganz vergessen, dass es dort auch Rock Pools gibt, in denen man baden kann.

Vivonne Bay View of the Jetty
Vivonne Bay View of the Jetty

Flinders Chase Nationalpark

Für den heutigen Tag haben wir uns etwas ganz Besonderes ausgesucht. Den Flinders Chase Nationalpark! Wir hatten gehört, dass man dort sehr viele Tiere in freier Wildbahn sieht. „Garantiert!“ hatte man sogar gesagt.  Und dass der Campingplatz der Schönste und Sauberste sei auf der Insel. Wir fuhren direkt zum Western KI Caravan Park & Wildlife Reserve und buchten uns für eine Nacht ein.

Western KI Campground
Western KI Campground

Und wir müssen dem Gehörten Recht geben. Der Campingplatz ist superschön gelegen, am Rand des Nationalparks inmitten von ruhiger Natur. Er ist sehr sauber UND wir haben direkt einen Koala gesehen.

Western KI Campground beautifully located in the nature
Western KI Campground beautifully located in the nature

Uns wird definitiv nie langweilig Koalas und Kängurus, Kakadus und all die weitere einmalige Tierwelt Australien’s zu sehen. Aber das eigentliche Highlight war nicht nur dass wir einen Koala sahen! Das eigentliche Highlight war ein Koala mit ihrem Baby!

Koala Mom with baby
Koala Mom with baby

Ich glaube, ich habe 9 Trillionen Bilder geschossen und kann mich an diesem Anblick einfach nicht satt sehen. James ruft mich nach einiger Zeit zu einem anderen naheliegenden Eukalyptusbaum und ich traue meinen Augen nicht. Ein weiterer Koala mit ihrem etwas älterem Baby!

Koala Teenie
Koala Teenie

Und wir hatten so geparkt, dass wir beide Bäume und somit alle Koalas von unserem Bett aus, sprich aus dem Campervan, sehen konnten.

Remarkable Rocks

Nach diesem außergewöhnlichen Erlebnis machen wir uns auf den Weg, den Flinders Chase Nationalpark zu erkunden. Unglaubliche Aussichten eröffnen sich uns bei der Fahrt zu den Remarkable Rocks, die innerhalb des Nationalparks liegen. Eine Felsformation, die wir erstmalig von einem Aussichtspunkt aus in der Ferne sehen. Die kurze Weiterfahrt entlang der rauhen Küste ermöglicht uns staunenswerte Blicke auf das azurblaue bis tiefseeblaue Meer. Die Aussicht wird nur von grünen und exotischen Pflanzen unterbrochen. Einfach traumhaft!

An den Remarkable Rocks angekommen bewundern wir die umwerfenden Felsformationen. Manche davon sind mit einem kräftig leuchtenden orange, den Flechtbakterien, überzogen, was einen starken Kontrast zum Himmelsblau bildet. Dieses Wunder der Natur ist in über 500 Millionen Jahre erstanden.

We loved the Remarkable Rocks
We loved the Remarkable Rocks
The Remarkable Rocks
The Remarkable Rocks
James at the Remarkable Rocks
James at the Remarkable Rocks

Cape du Couedic Leuchtturm

Nur wenige Fahrminuten von den Remarkable Rocks ist der Cape du Couedic Leuchtturm. Schon bei der Anfahrt leuchten unsere Auge. In einem prägnanten Rot ragt die Spitze des Leuchtturms leuchtend vor dem sattblauen Himmel. Und bietet uns ein wunderschönes Fotomotiv.

Cape du Couedic and a blue sky
Cape du Couedic and a blue sky

Admirals Arch

Von hier aus gehen wir zur Admirals Arch.  Bevor es runtergeht, zum Admirals Arch, biegen wir links ab, zu einer Aussichtsplattform, von wo aus man hunderte Robben sehen kann.

Seal lookout at Admirals Arch
Seal lookout at Admirals Arch

Erst vor nicht allzu langer Zeit wurde ein neuer Boardwalk erbaut. Rundherum davon hat man wahnsinnige Aussichten und immer wieder informative Schilder. So lernen wir, dass wir uns gerade im Hai Paradies befinden. Kein Wunder bei den vielen Robben hier! Wir lernen auch, dass native Pflanzen, um zu überleben, das viele Salz, das sie über die Luft aufnehmen, einfach in ihren Blättern speichern, die sich dabei rot färben, und dann diese absondern. Ist die Natur nicht unglaublich!

Nature taking care of itself
Nature taking care of itself

Überall sehen wir Robben, die sich faul in der Sonne wälzen oder spielerisch in einem der Meerespools Pirouetten drehen.

Sleeping beauty at the Admirals Arch
Sleeping beauty at the Admirals Arch

Admirals Arch selbst ist ebenfalls sehr beeindruckend und wir lassen uns Zeit und verweilen hier einen Moment.

Admirals Arch
Admirals Arch

Die Architektur der Natur ist für uns immer sehr erstaunenswert. Zu guter Letzt gesellt sich noch eine Robbe zu uns. Eingerahmt von der imposanten Felsbrücke stellt sie uns ihre Schwimmkünste dar und wir wünschen uns direkt zu ihr, um uns genauso wie sie im kühlen Nass erfrischen zu können.

Die Weirs Cove Ruinen besuchen wir am Ende spontan auch noch kurz und sind fasziniert von den Ausblicken. Die Ruinen sind die ehemaligen Lagerhallen von den Leuchtturmwärtern und deren Familien. Waren wurden hier von Booten am Steg entladen, die 90 Meter lange steile Rampe hinaufgezogen und in die Lagereinheiten gelegt. Wie schwierig das Leben damals gewesen sein muss!

Weirs Cove Ruin
Weirs Cove Ruin
At the Weirs Cove Ruin
At the Weirs Cove Ruin

West End

Die Meerestöne in der Region, genannt West End, sind umwerfend. Die Küste ist rauh mit hohen Wellen und wir wünschen uns mehr als nur eine Woche für KI zu haben. Dann hätten wir noch ein oder zwei der vielen Wanderungen, die es hier gibt, machen können. Auf Hanson Bay verzichten wir aufgrund der zu holprigen Straßen.

Views at the Weirs Cove Ruin
Views at the Weirs Cove Ruin

Tip: Wer gerne wandert kann von Flinders Chase den Kangaroo Island Wilderness Trail ablaufen. 61 km lang bietet diese Wanderung fünf Tage lang die crème de la crème der Natur. Der Kangaroo Island Wilderness Trail ist bekannt für einige der wildesten Landschaften Australien’s.

Nach unserem fantastischen Tagesausflug im Flinders Chase Nationalpark* geht es zurück zu unserem Campingplatz, wo wir wieder den Koala mit Baby sehen. Am Abend sind sie etwas aktiver. Wir haben das große Glück zu beobachten, wie die Mutter mit ihrem Baby auf dem Rücken den Baum hochklettert und sie frische Eukalyptusblätter zum Abendessen genießen.

Koala walking over to another tree
Koala walking over to another tree

Wir schlafen selig mit Blick auf die Koalas ein. Und wachen am nächsten Tag mit Blick auf gras-kauende Känguru Familien auf, die uns beobachten. Oh Australien! Du bezauberst uns jeden Tag aufs Neue!

Kangaroo Sibblings playing
Kangaroo Sibblings playing

Ein neuer Tag bricht an

Nach Kaffee und Müsli verabschieden wir uns von den Koalas und Kängerurus, und brechen auf. Wir beschließen den Leuchtturm am Cape Borda im Nord-Westen der Insel auszulassen. Die Straßen sind einfach zu hart für Putu und wir vermissen es am Strand zu sein. Deshalb beschließen wir an die Nordküste zu fahren, um mehr Zeit am flachen Meer zu haben und schwimmen zu können. Wir fahren direkt über die befestigte Hauptstraße nach Stokes Bay.

In Stokes Bay angekommen gehen wir gleich an den Strand. Wir hatten gelesen, dass es durch einen Felstunnel zum Strand geht. Neugierig darüber, parken wir schnell auf unserem Campingplatz und laufen zwei Minuten zum Meer. An einem Felsen sehen wir ein Schild. „Beach“ und einen schmalen Pfad rechts davon.

Entrance to Stokes Bay Beach
Entrance to Stokes Bay Beach

Wir sind echt aufgeregt und laufen durch den Felsspalt. Der Pfad zwischen den Felsen wird immer schmaler, bis wir links und rechts von Felsen eingerahmt sind. Verwundert, ob das der richtige Weg sein kann, gehen wir mutig weiter und zwängen uns durch den engen, dunklen Spalt vor uns.

Making our way through the rock tunnel to the beach
Making our way through the rock tunnel

Nach wenigen Minuten sehen wir wieder Licht und das kristallklare Wasser liegt glitzernd in der Sonne vor uns. Was für ein Juwel wir hier gefunden haben! Natürlich ist dieser Strand längst kein Geheimnis mehr, aber aufgrund der Tatsache, dass wir hier fast die einzigen sind, fühlen wir uns wie die großen Abenteurer und genießen unseren wohlverdienten Beach-Tag.

First glimpse of Stokes Bay Beach
First glimpse of Stokes Bay Beach

Tip: am Anfang des Strandes liegt ein Rock Pool, in dem man sicher schwimmen kann. Dahinter und daneben brechen die Wellen, und direkt rechts vom Rock Pool sind gefährliche Strömungen. Lese dazu die vielen Schilder am Eingang zum Felstunnel, um dich nicht in Gefahr zu bringen.

Stokes Bay Beach in the evening
Stokes Bay Beach in the evening

Stokes Bay Campingplatz

Der Campingplatz ist direkt am Meer gelegen, nur von einer Straße und einem Parkplatz getrennt, so dass man nicht weit laufen muss. Wie auch auf den anderen Campingplätzen auf KI gibt es hier nur eine öffentliche Toilette, keine Duschen, und der Preis liegt bei $22,50 pro Nacht.

Wir bleiben hier zwei Nächte, überwältigt von der Ruhe am Strand und der Tatsache, dass man am Campingplatz selbst Kängurus beobachten kann. Diese kommen und gehen, sehr zu unserer Freude, wie es ihnen beliebt.

Stokes Bay Kangaroos
Stokes Bay Kangaroos

Am Eingang zum Campingplatz im Rock Pool Cafè teilen wir uns Pommes und ein Ginger Bier und kommen ins Gespräch mit der Bedienung. Sie ist aus Hamburg und seit drei Jahren in Australien. Klein ist die Welt.

Snelling Beach

Am nächsten Morgen fahren wir zum Snelling Beach. Der Strand soll fantastisch sein. Das glauben wir sofort, sind wir bislang an keinem Strand auf der Insel entäuscht worden. Dennoch machen wir uns auf zu „unserem“ Strand am Stokes Bay, nur um noch einmal unsere Füße ins kalte Wasser zu stecken und den Anblick aufzusaugen bevor wir aufbrechen. Wir kommen nicht weit, denn ein Einheimischer spricht uns an. Wir haben einen Small Talk und bekommen von ihm einfach so ein Dutzend frische Farmeier geschenkt. Wie eine Bekannte von der Fleurieu Peninsula mir mal schrieb: „Yeah, the Aussies are a friendly bunch.“.

Nachdem wir ein wenig Zeit am Stokes Bay Beach verbringen, geht es zum Snelling Beach. Die Straße ist nicht allzu schlecht und nach ungefähr 20 Minuten kommen wir an. Wir sehen ein paar Autos am Strand, aber es ist einfach ein Plätzchen zu finden. Der schneeweiße Strand ist zwar nur knapp über einen halben Meter lang, aber definitiv nicht überlaufen.

Snelling Beach
Snelling Beach

Tip: Auf dem Weg zum Snelling Beach liegt King George Beach. Die Straße dorthin ist eine eher schlechte Schotterstraße, aber wer Lust hat, sollte sich den Kieselstrand in der kleinen Bucht anschauen.

Den Tag beenden wir gemütlich zurück am Campingplatz. Alle Türen von Putu geöffnet, beobachten wir wieder Kängurus, die sich genüsslich am Bauch kratzen und an uns vorbeihoppeln.

Kingscote und unsere Weiterfahrt

In der Nepean Bay liegt Kingscote. Ein gemütlicher Ort mit Shops, Cafès und Restaurants. Halb Kangaroo Island lebt hier. Uns hat das Örtchen sehr gut gefallen und wir haben nach langer Zeit mal wieder auswärts gegessen. Im Cafe Cactus gönnen wir uns ein super Frühstück und auch der Kaffee schmeckt richtig gut.

Granola and Coffee at Cactus
Granola and Coffee at Cactus
Delicious Avo Haloumi Ciabatta at CactusDelicious Avo Haloumi Ciabatta at Cactus
Delicious Avo Haloumi Ciabatta at Cafe Cactus

Wir laufen den kleinen Ort ab und besuchen den Tidal Pool bevor es weitergeht.

Tidal Pool in Kingscote
Tidal Pool in Kingscote

Wir wollen heute nämlich den nächsten Strand erkunden: Emu Bay.

Unterwegs halten wir an der KI Brewery und kaufen das local gebraute Bier.

Kangaroo Island Brewery
Kangaroo Island Brewery

Danach gibt es noch ein Lavendel Eis mit Blaubeeren an der Emu Bay Lavender Farm.

Emu Bay Lavender Farm
Emu Bay Lavender Farm
Ice Cream at the Lavender Farm

Die Emu Bay ist eine sehr schöne Bucht, und wir verbringen den restlichen Tag am Strand mit Spazieren und Schwimmen. Unsere Lieblingsbeschäftigungen neben Golfen 😊

Tip: in Emu Bay ist es erlaubt am Strand zu fahren.

Emu Bay Beach
Emu Bay Beach

Am Abend laufen wir Richtung Jetty. Hier soll es ganz viele Pinguine geben. Leider sehen wir keine, aber wir wollen uns nicht beschweren. Denn in Tasmanien hatten wir ja ganz viele Begegnungen mit Pinguinen, die uns so herrlich in Erinnerung geblieben sind. Wir begnügen uns mit dem Wissen, dass sie hier irgendwo sind, und lassen uns ein Bier von der KI Brauerei schmecken.

Evening KI beer at Emu Bay
Evening KI beer at Emu Bay

Mehr Sehenswürdigkeiten auf KI

Wir lassen uns treiben und landen auf einer unbefestigten Straße. Ein Blick auf die Landkarte und wir finden einen Ort namens Red Banks. Klingt gut und wir haben noch nie davon gehört, so dass wir beschließen einfach mal dorthin zu fahren. Wir kommen durch eine wunderschöne Baumallee wie aus dem Märchen-Bilderbuch.

Dann geht es für uns nicht mehr weiter. Die Straße hört auf und es fühlt sich so an als ob wir auf einer Klippe angekommen sind. Mulmig steigen wir aus und laufen dem Horizont zu. Vor uns geht es steil ab und wir realisieren, dass wir wirklich hoch auf einer Klippe sind. Am Boden sehen wir emsige Riesenameisen. Wir wissen wie sehr diese Bisse weh tun können und weichen aus, immer mit unseren Blicken an der Kante der Klippe. Als wir endlich eine kleine Stelle ohne Ameisen finden, wagen wir einen Blick; und sehen hinreißende Felsen, die rot und gelb in der Sonne leuchten.

Red Banks
Red Banks

Die Ameisen finden ihren Weg näher zu uns und wir reißen uns schließlich von diesem unglaublichen Ausblick los. Nach einem kurzen Stop am American River, geht es weiter zum Prospect Hill Lookout. 503 Stufen führen zur Aussichtsplattform, die uns eine 360°Aussicht auf die umliegende brillante Natur versprechen.

Wir schaffen es hoch und haben auf der einen Seite den Blick über Pelican Lagoon. Und auf der anderen Seite auf die rauhe Südküste, wahrscheinlich Pennington Bay.

We made the 503 steps up to Prospect Hill
Prospect Hill

Dorthin wollen wir! Und als wir in Pennington Bay ankommen, eröffnet sich uns einmal mehr ein hinreißendes Schauspiel! Wir sehen Tidal Pools, dahinter Wellen, die tosend an die Felsen krachen. Das Wasser plätschert friedvoll von den Rändern der Pools und wir verlieben uns augenblicklich in diesen Ort. Es gibt noch drei weitere Buchten, eines davon ein längerer Sandstrand, den wir später noch ablaufen.

Rock pools in Pennington Bay
Rock pools
One of our favorite places was Pennington Bay
Pennington Bay

Unser KI Aufenthalt geht zu Ende

Wir fahren über Baudin Beach nach Penneshaw.

Baudin Beach
Baudin Beach

Unser Plan: im dortigen Campingplatz einzuchecken und den Penneshaw Market zu besuchen. Leider erfahren wir, dass hier eine extra Gebühr über $15 für Check-ins bevor 13 Uhr erhoben wird! Wir entscheiden uns gegen diesen Campground und gehen zum Market, wo wir unser Frühstück einkaufen und am Meer essen. Hinter uns fängt der Sculpture Trail an, den wir uns auch noch anschauen, bevor wir unser nächstes Ziel angehen.

Penneshaw Market
Penneshaw Market
Penneshaw Sculpture Trail
Penneshaw Sculpture Trail

Der Dudley Cellar Door verspricht wahnsinnig schöne Ausblicke. Und der Wein soll auch sehr gut sein. Als wir ankommen, verstehen wir den ganzen Hype. Die Lage ist wirklich fantastisch. Die Gäste können auch ihren Abschlag üben, es gibt 20 Bälle für $10 und einen kleinen Abschlagplatz. Uns ist es zu voll und wir beschließen zur viel ruhigeren Pennington Bay zurückzufahren. Nicht aber ohne vorher eine Flasche Wein zu kaufen.

The view from Dudley Wines
The view from Dudley Wines

Doch wir haben noch einmal eine kleine Planänderung: wir beschließen den Cape Willoughby Leuchtturm zu sehen. Der Eintritt in das Museum ist frei und ein paar Wanderungen gehen direkt vom Leuchtturm ab. Die Ausblicke sind wieder einmal atemberaubend. Auch Kängurus sehen wir. Immernoch ein Anblick, der uns in Verzücken versetzt.

Cape Willoughby Lighthouse
Cape Willoughby Lighthouse

Den Abend verbringen wir aber wieder in der Pennington Bay und erleben einen fantastischen Sonnenuntergang.

Magical sunset at Pennington Bay
Magical sunset at Pennington Bay

Am nächsten Morgen, es ist sehr früh, ist außer uns nur ein Surfer dort. Er deutet auf’s Wasser. Delfine! Es sind bestimmt 8 Delfine, die sich im Wasser tummeln. Sie spielen in den Wellen und einmal sehe ich einen Delfin sogar aus dem Wasser springen! Wir können uns keinen schöneren Abschied von der Insel vorstellen.

What a farewell
What a farewell

Zusammenfassung

Auf Kangaroo Island scheint die Zeit still zu stehen. Von der ersten Sekunde bis zu unserer Abreise, kamen wir aus dem Staunen nicht raus. Ungläubig, was wir hier auf der Insel täglich gesehen haben. Der Einklang von Menschen und Tier, die unfassbar schöne Natur und die wahnsinnigen Ozeanfarben machen Kangaroo Island zu einem einzigartigen Urlaubsziel. Und trotz seiner kleinen Größe findet man hier für jeden etwas!

Starfish in crystall clear water at Pennington Bay
Starfish in crystall clear water at Pennington Bay

Wir waren so überrascht von der Vielfalt dieser verschlafenen Insel. Für Aktive gibt es lange Wanderrouten* in atemberaubender Natur bis hin zu coolen Surfspots, wo sich Surfer manchmal inmitten von Delfinen* auffinden. Man kann fischen, schnorcheln und tauchen. Tierliebhaber können freilebende Tiere an jeder Ecke beobachten. Gourmets* werden sich an frischen Meeresfrüchten satt essen können und sich des guten Weins, Bieres und Gins erfreuen. Familien finden flach abfallende Strände im Norden, und Spaß beim Sandboarden oder bei geführten nächtlichen Abenteuern im Busch. Kangaroo Island ist einfach perfekt um einen unvergesslichen Urlaub zu verbringen.

Teenie Koala at Flinders Chase
Teenie Koala at Flinders Chase
Saying goodby to KI with dolphins
Dolphins
Vivonne Bay
Vivonne Bay

Wenn du uns fragst, was uns am Besten gefallen hat…wir könnten das kaum beantworten. Aber Pennington Bay war sicher eines unserer Favoriten.                       

Auch Stokes Bay, wo wir endlich Zeit fanden, um Strand und Sonne zu genießen. Und zu guter Letzt natürlich die im Paradies lebenden Tiere.

Von den Campingplätzen hat uns Western KI (Sauberkeit, Natur, Nähe zu Flinders Chase Nationalpark, Freundlichkeit, Koalas), Emu Bay (Sauberkeit, Größe und Unterteilung in Sektionen, Nähe Strand) und Stokes Bay (Kängurus, Nähe Strand) am Besten gefallen.

Enjoying beach time at Stokes Bay
Enjoying beach time at Stokes Bay
What an unforgettable experience Kangaroo Island
What an unforgettable experience

Fakten

Kangaroo Island hat ca. 4700 Einwohner auf gesamt 4400 m² Fläche. Man sagt, dass KI, wie die Insel liebevoll genannt wird, so groß wie Bali ist. Die Strecke vom Westen auf Kangaroo Island bis hin zum Osten beträgt 155 km.

Wenn man die Vielfalt der Insel erleben möchte, sollte man alle sieben Regionen auskundschaften. Wir waren 7 Nächte auf der Insel, man kann jedoch auch geführte Tagestouren * nach Kangaroo Island buchen.

Beautiful destination KI
Beautiful KI

Anreise

SeaLink Ferries bedient die Überfahrt von Cape Jervis auf dem Festland Süd Australiens zu Penneshaw auf Kangaroo Island. Die Fahrt dauert ca. 40 Minuten; die Überfahrt kann an manchen Tagen sehr stürmisch sein.

Queuing at the ferry terminal
At the ferry terminal

Die Fährticketpreise sind abhängig davon, ob man mit oder ohne Auto bzw. Campervan/Caravan anreist.

Putu our wonderful Van
Putu our wonderful Van

Durch COVID mussten wir unser Anreisedatum etliche Male ändern, was von SeaLink jedes Mal ohne Fragen freundlichst getätigt wurde. Von uns definitiv eine 5 Sterne Erfahrung für Freundlichkeit, Service und Sauberkeit an Bord.

Deine Überfahrt kannst du direkt hier buchen: SeaLink Ferry.

SeaLink Ferry
SeaLink Ferry

Tip: KI hat auch einen Flughafen und man kann sich vor Ort einen Mietwagen nehmen. Unsere Empfehlung ist ganz klar ein 4WD, so kommt man leichter über die holprigen Straßen und kann die Insel auch abseits der normalen Routen erkunden.

Vor Ort

Wer gern spart und mehrere Attraktionen besichtigen möchte, sollte sich den KI Pass holen. Dieser kostet $78 und beinhaltet:

1 Jahr Eintritt in den Flinders Chase National Park

Geführte Tour Seal Bay

Eintritt Cape Bourda Leuchtturm

Tour Cape Willoughby Leuchtturm

Beachte, dass die Campinggebühren hierbei nicht beinhaltet sind und extra gezahlt werden müssen.

Wer wenig Zeit hat, und nur ein paar Sachen besichtigen möchte, könnte mit den Einzelpreisen günstiger kommen:

AdultConcessionChildFamily
Seal Bay experience (includes boardwalk self-guided tour)$38$30.50$21.50$93
Seal Bay boardwalk self-guided tour$17$14$10.50$45
Flinders Chase National Park entry$12$10$6.50$30.50
Cape Bourda Lightstation self-guided tour$5.50$5.50$5.50$5.50
Cape Willoughby Lightstation tour$10.50$10.50$10.50$10.50

Beste Reisezeit

Kangaroo Island ist ein gutes Reiseziel für jede Jahreszeit. Wir wollten gerne den Sommer erleben und die weißen Sandstrände genießen. Mit max. 28° Ende November tagsüber war es dann nicht zu heiß. In den Flinders Chase hatten wir eine kühle, aber angenehme Nacht.

Aber die Temperaturen sind auch im Winter nicht zu schlecht. Mit durchschnittlichen 15° tagsüber bis 7° in der Nacht, kann man sogar im Winter viel außen unternehmen. Und die Nächte gemütlich am Feuer verbringen.

Die 7 Regionen

Um Kangaroo Island umfassend kennenzulernen, sollte man möglichst alle Regionen sehen. Hier eine Auflistung der Regionen mit ihren beliebtesten Orten.

On the road on KI
KI views

Penneshaw und Dudley Peninsula:

Penneshaw, Baudin Beach, Island Beach, Antechamber Bay, Cape Willoughby, Pennington Bay

Dolphins at Pennington Bay
Dolphins at Pennington Bay

American River:

Pelican Lagoon

Kingscote und Districts:

Brownlow, Bay of Shoals, Cygnet River

North Coast:

Emu Bay, Smith Bay, Cape Cassini, Stokes Bay, Snelling Beach, Middle River, Western River Cove

Parndana und Districts:

Parndana

West End:

Flinders Chase Nationalpark, Cape Borda, Handson Bay

Cape du Couedic Lighthouse
Cape du Couedic Lighthouse
At the Remarkable Rocks
At the Remarkable Rocks

South Coast:

D’estrees Bay, Murray Lagoon, Seal Bay, Vivonne Bay, Flour Cask Bay

Happy on Kangaroo Island
Happy on Kangaroo Island

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