Zuhause, weit weg von Zuhause

Zuhause, weit weg von zuhause

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Das Leben hält manchmal Überraschungen bereit. Manchmal gute, und manchmal schlechte.
Wir waren gerade von der Nord- auf die Süd-Insel übergesetzt. Die nächsten 2 Nächte waren in Nelson geplant.
Wir fuhren zum Nelson Golf Club und lernten Rebecca vom Clubhaus Office kennen, mit der wir im Vorfeld schon E-Mail-Kontakt gehabt hatten. Sie begrüßte uns so herzlich, dass wir uns von Anfang an sehr willkommen fühlten. Am nächsten Morgen machten wir uns fertig für unsere Runde Golf und bespielten den Nelson Golf Club.
Leider hielt das Leben hier für uns eine unschöne Überraschung bereit.


Nachdem Golfen- ich hatte nur 12 Löcher gespielt und James beendete die Runde alleine- kam James zurück.
Wir tranken etwas und er sagte, er fühle sich komisch und müsse sich setzen. Wir dachten erst, es ist bestimmt der Kreislauf.
Ein Löffel Honig brachte nichts, so dass wir uns entschlossen in die Club Cafeteria zu gehen, um eine Cola zu trinken.
Die Cola half auch nichts und ich konnte beobachten, wie es ihm zusehends schlechter ging. Als er schließlich sagte, dass sich sein Herz komisch anfühlt, sackten mir fast die Beine weg.
Ich rief Rebecca, die gerade auch in der Cafeteria war. Sie sagte, wo das nächste Krankenhaus ist und versuchte mich zu beruhigen.
Dass es vielleicht nur der Stress wäre und er sich hinlegen und etwas ausruhen soll.
Ich war so besorgt und hilflos. James wollte nicht ins Krankenhaus und entschied sich, sich hinzulegen.

Rebecca


Rebecca schaute mich an und sagte, sie könne mir eine Umarmung geben, damit es mir auch wieder besser gehe.
Normalerweise umarme ich niemanden, den ich gerade erst kennengelernt habe so schnell, aber in dem Moment war ich so glücklich, dass jemand da war.
Ihre Umarmung hat in diesem Moment so viel in mir ausgelöst.
Das Gefühl, nicht allein zu sein. Wie sehr ich meine Mama und ihre Umarmungen vermisse.
Und dass jemand so weit weg von zu Hause so viel Güte und Liebe in sich hat, sich unserer anzunehmen.
Rebecca sorgte sich um uns!

Coffee time
Coffee time
Zuhause weit weg von Zuhause

Der nächste Tag


Am nächsten Tag – James ging es besser – verabschiedeten wir uns, nicht wissend, dass wir sie schon sehr bald wieder sehen würden.

Aber James ging es am nächsten Tag wieder schlecht. Wieder in Verbindung mit seinem Herzen und Beklemmungsgefühlen, so dass wir ins Krankenhaus gingen. Ihm wurde angeraten, eine Woche in der Nähe zu bleiben und kein Auto zu fahren, um sich und andere nicht zu gefährden.

So kam es, dass wir eine Woche nahe dem Nelson Golf Club blieben und Rebecca erneut sahen.

Sie erzählte uns, dass sie an uns gedacht hatte und gehofft, dass es James besser gehe. Wir bekamen auch wieder eine liebe Umarmung. Sie war aufmunternd, bemutternd und herzig.

Und gab uns mit ihrer Umarmung ein Stück Zuhause, weit weg von Zuhause.

Rebecca and us
Rebecca and us

Nachtrag:

Wir haben unsere Reise fortgesetzt. James geht es wieder gut. Wir (und diie Ärzte) wissen nicht, was es war oder was seine Beklemmungen ausgelöst haben. Wir wissen aber, dass man jeden Tag bewußt genießen sollte.

Und wir denken noch sehr oft an Rebecca.

Danke Rebecca für deine Hilfe und Umarmungen ?

A thoughtful gift
A thoughtful gift

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