One day in Milas

One day in Milas

And Turkish Hospitality

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While we were in Turkey, we went to the small town of Milas. The drive from Akbük, where we were staying, to Milas takes just over an hour. There are two options: take the highway or take the road over the Mentese mountains. We chose to drive over the twisting roads of the mountains and were rewarded with fantastic views.

Once in Milas we first went to the Milas Museum, an archaeological and ethnological museum which is in the city centre, but unfortunately it was closed. The sign on the door stated that the museum will be relocated, but when and where is not mentioned. The garden of the museum is freely accessible, and there are relics everywhere, probably from the Byzantine, Hellenistic and Ottoman eras. However, there is no one we can ask, so we decided to make our way to the second museum.

Milas is known for its colourful stone houses that used to be painted red, yellow or blue.  One of them, the “Emin Aga Mansion” was restored last year and is now accessible as a museum. The entrance is free, just leave an identity card at the entrance and pick it up after your visit.

The stone houses have a special construction. Foundations made of stone indicate a certain prosperity, as does the colour blue.  Blue is found in the entrance of the Emin Aga Mansion.  The colour was also used in the main rooms in form of completely painted walls or borders. The upper floor has a beautiful dark wooden floor.

We are so excited about this small, cute museum and the fact that we have the museum curator all to ourselves. We ask him all types of questions and he answers them willingly and shows us some black and white pictures hanging on one of the walls. The family pictured were the former residents of the house and he tells us that the little girl in the picture was born in one of the living rooms, and now she is 76 years old.  So, we get deeper insights into the former life of this house.

After visiting all the rooms, we are invited to a Turkish coffee. Just because. The curator then tells us why a glass of water is served with a Turkish coffee.  When a guest arrived, they were handed a Turkish coffee (Türk kahvesi) and a glass of water. If the guest drank the water first, the host knew they were hungry, and so a big meal was served. If the guest drank the coffee first, then the host knew that they were full and needed nothing.

So, in addition to the hospitality we received, we also learned why coffee is served with water.

 

 

 

 

 

 

 

Ein Tag in Milas

Und türkische Gastfreundschaft

Einen Tag ging es ins kleine Städtchen Milas als wir in der Türkei waren.

Die Fahrt von Akbük, wo wir waren, nach Milas dauert etwas über eine Stunde. Es gibt zwei Möglichkeiten: die Schnellstraße oder den Weg über das Mentese Gebirge.

Hinwärts fahren wir über die kurvigen Straßen in den Bergen und werden mit fantastischen Ausblicken belohnt.

In Milas angekommen gehen wir in das archäologische und ethnologische  Museum im Stadtzentrum, das allerdings leider geschlossen ist. Das Museum soll neu eröffnet werden, wann und wo ist nicht bekanntgegeben. Im Garten, das frei zugänglich ist, liegen überall Relikte, wahrscheinlich aus byzantinischer, hellenistischer und osmanischer Ära. Es ist keiner da, den wir fragen können, so machen wir uns auf den Weg ins zweite Museum.

Milas ist bekannt für seine bunten Steinhäuser, die früher in rot, gelb und blau gestrichen waren.

Eines davon, das „Emin Aga Mansion“ wurde letztes Jahr fertig restauriert und ist  nun als Museum zugänglich. Der Eintritt ist frei, man hinterlässt am Eingang lediglich seinen Ausweis und holt es am Ende seines Besuchs wieder ab.

Die Steinhäuser haben eine besondere Bauweise. Das Steinfundament weist auf einen gewissen Wohlstand hin, genauso die Farbe Blau, die man im Hauseingang sowie in den meist benutzten Zimmern in Form von komplett gestrichenen Wänden oder Bordüren wiederfindet. Im oberen Geschoss ist ein wunderschöner dunkler Holzboden ausgelegt.

Man vermutet, dass die Häuser früheren griechischen Häusern nachempfunden sind. Die blauen Ornamente und Wandmalereien am Eingang sind Merkmale aus der Osmanischen Zeit.

Wir sind so dermaßen begeistert von diesem kleinen schnuckligen Museum und der Tatsache es für uns zu haben, dass wir den Kurator ganz für uns einnehmen (ist ja sonst eh keiner da). Wir löchern ihn mit Fragen und er steht bereitwillig Frage und Antwort und weist uns auf ein paar Schwarz-Weiß Bilder auf einer der Tafeln hin. Die Familie, die dort abgebildet ist, waren Mieter des Hauses und die Tochter wurde in einem der Wohnzimmer geboren. So bekommen wir tiefere Einblicke in das einstige Leben in diesem Haus.

Nachdem wir alle Räume besichtigt haben, werden wir auf einen türkischen Kaffee eingeladen. Einfach so. Der Kurator erklärt, warum ein Glas Wasser mit dem Mokka gereicht wird.

Wenn ein Gast empfangen wurde, reichte man ihm einen türkischen Kaffee (türk kahvesi) und ein Glas Wasser. Trank er zuerst das Wasser, wußten die Hausherren, dass er Hunger hat. Und tischten auf. Trank er erst den Kaffee, wußte man, dass er satt war und nichts benötigte.

So lernen wir neben der Gastfreundschaft, die uns entgegengebracht wird, auch, wie es zum Wasser zum Kaffee kam.

One day in Milas

And how to make carpets

In the same museum where we visited the beautiful restored stone house, there is also a carpet museum.

Carpets that were made from multiple eras are on display, and we got to know everything about making a rug while watching a movie.

A young lady gave us a demostration on how a rug is knitted, and then she let me give it a try.  It’s fun, but the idea of ​​sitting on your knees working on a rug for a month or two is not exactly appealing to me. She tells us that she learned how to make rugs at the age of ten. She made herself a beautiful rug for her dowry with the help of her sister. She proudly showed us pictures of her work on her mobile. She notices that we are very interested and so she personally leads us through the rooms of the museum. She tells me that her English is not that good, which makes her a little shy to speak, but she says she has started taking an English class.

Milas is known for its great carpets. The oldest examples are from the 17th to the 19th century and are exhibited in the most famous museums throughout Turkey.  The rare arrangement of narrow and wide borders is the hallmark of the Milas rugs, and they are still made by local women.

 

 

 

 

Ein Tag in Milas

Und wie man Teppiche knüpft

 

Im selben Museum, in dem wir das wunderschöne restaurierte Steinhaus besichtigt haben, ist auch ein Teppichmuseum untergebracht.

Es sind Teppiche aus verschiedenen Epochen ausgestellt und wir lernen in einem Film alles über die Herstellung eines Teppichs kennen.

Eine junge Dame  zeigt uns sogar live wie ein Teppich geknüpft wird und ich darf auch einen Knoten probieren. Es macht Spaß, aber die Vorstellung ein bis zwei Monate an einem Teppich zu sitzen, ist nicht gerade verlockend für mich. Sie erzählt, dass sie das Teppich knüpfen mit zehn Jahren gelernt hat. Für ihre Aussteuer hat sie sich selber mit Hilfe ihrer Schwester einen wunderschönen Teppich geknüpft. Stolz zeigt sie uns ihr Werk auf dem Handy. Wir sind interessiert, das merkt sie und leitet uns persönlich durch die Zimmer. Nur ihr Englisch sei nicht gut, sie traut sich nicht zu sprechen und sagt, dass sie einen Kurs angefangen hat.

Milas ist bekannt für seine großartigen Teppiche. Die ältesten Beispiele sind aus dem 17. Bis 19. Jahrhundert und landesweit in den bekanntesten Museen ausgestellt.

Das seltene Arrangement von einzig engen und weiten Bordüren ist das Markenzeichen der Teppiche von Milas und wird heute noch von den ansässigen Frauen hergestellt.

 

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